REFA Suisse GmbH

Unternehmensberatung.

Beseitigen Sie Zeitfresser und Effektivitätslücken

Wo müssen Sie ansetzen, um Schwachstellen und Ratiopotenziale in Ihrem Unternehmen identifizieren und folglich die Wirtschaftlichkeit erhöhen zu können? Vielleicht vermuten Sie bereits, wo die Fehlerquelle liegen könnte. Um dies herauszufinden, müssen Sie Ihr Betriebsgeschehen transparent machen. Mit einer Multimomentaufnahme und dem Know-how unserer erfahrenen REFA-Experten gelingt Ihnen das.

Was genau ist eine Multimomentaufnahme?

Bei einer Multimomentaufnahme werden stichprobenartig statistische Werte über die Arbeitsabläufe eines Mitarbeiters, Teams oder einer Maschine erfasst. Zu festgelegten Zeiten beobachtet man auf Rundgängen den Untersuchungsbereich und macht Notizen zu Tätigkeiten, Funktionen oder Ereignissen. Wenn diese Beobachtungen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, kann man von der Stichprobe auf die Gesamtheit schliessen und somit eine Aussage zu den Anteilen der vorkommenden Ereignisse, Funktionen oder Tätigkeiten machen.

Was sind die Vorteile einer Multimomentaufnahme?

Bei einer Multimomentaufnahme ist der Erfassungsaufwand gegenüber einer Vollerhebung vergleichsweise gering. Vorteilhaft ist zudem die Flexibilität bezüglich der gewünschten Genauigkeit der Ergebnisse und die schnelle Auswertbarkeit der Daten. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einer Multimomentstudie keine personengebundenen Daten entstehen und die Aufnahme jederzeit unterbrochen werden kann, um sie zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.

Durch eine Multimomentaufnahme wird Ihr Betriebsgeschehen transparent, Sie erkennen Schwachstellen und „Flaschenhälse“. Denn auf Basis der Stichprobenergebnisse lassen sich Aussagen über die zeitliche Struktur von Tätigkeiten und Abläufen machen. Damit ist die Basis für fundierte Prozessanalysen und -optimierungen geschaffen. Die Ergebnisse bieten Ihnen somit die optimale Grundlage für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) im Unternehmen.

Achtstufiges REFA-Standardprogramm Multimomentaufnahme

Nachfolgend finden Sie den Ablauf einer Multimomentaufnahme nach dem REFA-Standardprogramm:

  1. Ziel festlegen

    Wie bei jeder Datenermittlung muss zu Beginn das Ziel der Multimomentaufnahme formuliert werden. Damit einher geht die Festlegung der zugrunde liegenden Arbeitsplätze und der beteiligten Mitarbeiter sowie Betriebsmittel. Ziele können beispielsweise die Ermittlung von (Zeit-)Anteilen für bestimmte Ablaufarten am Gesamtprozess, von Beschäftigungsgraden der Mitarbeiter oder von Nutzungsgraden bei Betriebsmitteln sein.
  1. Ablaufarten festlegen und beschreiben

    Es ist festzulegen, welche Ablaufarten für die Untersuchung relevant sind. Dabei gilt eine Bedingung: Diese Ablaufarten müssen durch kurzzeitiges Beobachten eindeutig zu identifizieren sein. Auch sollte man sich auf wenige Ablaufarten beschränken, da jede zusätzliche Ablaufart den erforderlichen Beobachtungsumfang überproportional erhöht. Andererseits müssen die Ablaufarten so gewählt und beschrieben sein, dass alle möglichen beobachtbaren Abläufe auch aufgenommen werden können.
  1. Rundgangsplan festlegen

    Die Wege für den Rundgang und die Beobachtungsstandorte werden bestimmt und in einem Plan skizziert. Ein Beobachtungsstandort ist die räumlich spezifizierte Stelle, von der aus die Beobachtung im Augenblick des Vorbeigehens erfolgen soll.
  1. Zahl der Beobachtungen festlegen

    Die Anzahl der erforderlichen Beobachtungen (Stichprobenumfang) ist abhängig von dem geforderten absoluten Vertrauensbereich f' der Ergebnisse. Dieser Wert gibt ein Intervall an (in % vom erhaltenen numerischen Wert), in dem der tatsächliche Wert vom in der Multimomentaufnahme ermittelten Wert (bei vorgegebener Aussagewahrscheinlichkeit, üblicherweise 0,95) abweichen darf. Als praktisches Hilfsmittel zur Bildung der Stichprobe stellt REFA ein Nomogramm zur Verfügung. Je kleiner der Wert von f' wird, desto mehr Beobachtungen sind bei einem bestimmten Anteilswert p notwendig. Deshalb sollte die gewählte Genauigkeit sich stets an den pragmatischen Anforderungen orientieren.

    Die Zahl der erforderlichen Rundgänge ergibt sich aus der absoluten Zahl der notwendigen Beobachtungen n und aus der Menge der je Rundgang möglichen Beobachtungen. Je mehr Beobachtungen pro Rundgang, desto weniger Rundgänge sind erforderlich - vorausgesetzt, an jedem Punkt werden auch die gleichen Sachverhalte beobachtet.
  1. Rundgangszeitpunkte bestimmen

    Die Zeitpunkte für die einzelnen Rundgänge müssen zufällig gewählt werden, damit die statistischen Anforderungen erfüllt werden und auch die unbewusste Beeinflussung der Ergebnisse durch den Beobachter ausgeschlossen wird.

    Als erstes wird hierzu festgelegt, wie viele Beobachtungen pro Tag durchgeführt werden sollen. Dies hängt vor allem davon ab, wie häufig die jeweiligen Ablaufarten sich verändern. Wenn sie schnell wechseln, sollten viele Beobachtungen vorgesehen werden; wechseln sie selten, reichen auch weniger Beobachtungen aus. Weitere Einflussgrössen auf die Rundgangshäufigkeit sind dessen Dauer, die geplante Dauer der Multimomentstudie an sich sowie die Anzahl der einsetzbaren Beobachter.
  1. Die ersten 500 Beobachtungen durchführen

    Die Rundgänge werden in einem Rundgangsplan festgelegt. Dabei sind die Rundgangszeitpunkte unter Berücksichtigung der Arbeitszeiten und Pausen zufällig festzulegen. Durch Proberundgänge sollte vor Beginn der eigentlichen Multimomentaufnahme überprüft werden, ob jeder Beobachter jedes Merkmal auch richtig notiert. Dabei können sich die Beobachter auch mit der Aufnahmetechnik vertraut machen. Ausserdem kann der Beobachtungsbogen nochmals hinsichtlich seiner Vollständigkeit und Praktikabilität geprüft werden.
  1. Zwischenauswertung

    Mit steigender Anzahl Beobachtungen ergibt sich eine Verteilung der Häufigkeiten der beobachteten Ablaufarten, die sich zunehmend der wirklichen Verteilung annähert. Die Erfahrung zeigt, dass nach rund 500 Beobachtungen eine Zwischenauswertung erfolgen sollte, in der die ursprünglich geschätzte Verteilung durch die nunmehr näherungsweise ermittelte ersetzt wird. Dann wird geprüft, ob die ursprünglich vorgesehene Anzahl von erforderlichen Beobachtungen für die gewünschte Genauigkeit ausreicht oder ob sich die Studie sogar verkürzen lässt.
  1. Endauswertung

    Die Endauswertung folgt im Wesentlichen der gleichen Vorgehensweise wie die Zwischenauswertung. Wird eine leistungsfähige Tabellenkalkulation eingesetzt, so kann eine kontinuierlich erweiterte Zwischenauswertung am Ende der Studie sogar die Endauswertung sein.

Durchführung einer Multimomentstudie

Wie wir die Multimomentaufnahme für Sie begleiten

Die Multimomentaufnahmen werden mit modernster Hard- und Software durchgeführt und  aufwendige Berechnungen von Hand entfallen komplett. Alle Details werden Ihnen am Ende rechtskonform in einem übersichtlichen Abschlussbericht zur Verfügung gestellt, mit dem Sie direkt in die Analyse- und Optimierungsphase einsteigen können.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Bettina Dirks
Bettina Dirks
Koordination Consulting
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